Amanda aus Kerteminde

Die Statue Amanda ist das Wahrzeichen von Kerteminde. Sie wurde 1954 vom Künstler Robert Lund Jensen geschaffen und symbolisiert die schönen, anmutigen Töchter der Stadt.

Die Geschichte von Amanda stammt von einem Mädchen, deren eigentlicher Name Sophie Krag lautete. Sophie war ein junges Mädchen aus Kerteminde, dem ein trauriges Schicksal beschieden war und das im Alter von nur 40 Jahren an einer Krankheit starb.

Sie war eines von acht Kindern des Uhrmachers Edvard Krag und seiner Frau Marie Catrine Ovesen Wittrock. Mit 20 reiste sie nach Kopenhagen, um ihrer Schwester Augusta Møller nachzueifern und Schauspielerin zu werden.

Sie erhielt ein Engagement als Revueschauspielerin am Nørrebro Theater und wurde schnell ins Schauspielermilieu aufgenommen. Sie verlobte sich mit dem Schriftsteller Anton Melbye, der zehn Jahre älter war.

Der Geschichte nach traf sie einen alten Bekannten aus Kerteminde, den Jurastudenten Wilhelm Nielsen, mit dem sie trotz ihrer Verlobung einen Flirt begann. Das Ende vom Lied war eine tragische Aufhebung der Verlobung. Das höhere Bürgertum war empört, und ein guter Freund von Anton, der Komponist Axel Schwanenflügel, schrieb 1893 das Lied „Harper i luften“ (Harfen in der Luft) für die Winterrevue –
das berühmte Lied, das mit der Zeile „Min Amanda var fra Kerteminde“ (Meine Amanda war aus Kerteminde) beginnt.

Die Stadt Kerteminde hat ihrer "Amanda" ihre treulosen Ausschweifungen natürlich längst vergeben und ihr ein Denkmal gesetzt, als Symbol für die schönen und anmutigen Töchter Kertemindes, die man einfach lieben muss.

Das Wort Amanda stammt aus dem Lateinischen und bedeutet: die Liebenswerte. 

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